Judoka aus Wanzleben kämpft „tief im Westen“
Bericht von Martin Wolff
Herne/Wanzleben. Kuno Wolff beim Bundessichtungsturnier in Herne
Um auf nationaler Ebene weitere Erfahrungen zu sammeln, ist Kuno Wolff vom BSV Wanzleben mit Trainer Roland Bernhardt am 9.11.2019 zum Sichtungsturnier des Deutschen Judobundes nach Herne gereist. In der mit 42 Sportlern stark besetzten Klasse bis 73 kg begann Kuno nach einem Freilos seinen Auftaktkampf gegen Eldar Mammadov (Budokan Lübeck) offen mit O-soto-gari (große Außensichel), wurde ausgekontert und lag mit Waza-ari (halber Punkt) im Rückstand. Der folgende Angriff kam von Mammadov, Wolffs Konter mit Harai-goshi (Hüftfeger) wurde mit Ippon (ganzer Punkt) bewertet. Im zweiten Kampf stand der Wanzleber dem amtierenden Mitteldeutschen Meister und Dritten der Deutschen Meisterschaften, Erwin Adam (JV Ippon Rodewisch), gegenüber. Nachdem Wolff die Partie zunächst fehlerlos begonnen hatte, nutzte Adam einen im Griffkampf erzielten Vorteil gnadenlos aus und warf Seoi-nage (Schulterwurf) auf Ippon.

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Kuno Wolff mit Trainer Roland Bernhardt

Für Kuno ging es in der Trostrunde weiter, wo sein erster Kontrahent verletzungsbedingt ausgeschieden war. Gegen Caspar Golland (Brühler Turnverein 1879 e. V.) zeigte er dann, was er am besten kann: nach nur 12 Sekunden fiel der Brühler nach Uchi-mata (Innerer Schenkelwurf) auf Ippon. Den Thüringer Eric Graupner (PSV Eisenach) konnte Wolff in der folgenden Begegnung mit sehenswertem Ura-nage (Rückenwurf) auf Waza-ari werfen, diesen Vorsprung allerdings nicht über den Rest der Kampfzeit halten. Am Ende des Wettkampftages zeigte Trainer Bernhardt sich zufrieden mit dem Erreichten und resümierte: „In diesem Wettbewerb vier Kämpfe bestreiten zu können ist mehr als wir erwarten durften. Ohne größere Fehler hat Kuno gezeigt, dass seine Formkurve ansteigt und mit Platz sieben ein achtbares Ergebnis erzielt.“

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