Turniersieg für Kuno Wolff in Bad Belzig / Starker Auftritt der Wanzleber Judoka in Brandenburger Kreisstadt
Bericht und Fotos von Martin Wolff
Bad Belzig/Wanzleben.

Das Seeger aktiv Pokalturnier in Bad Belzig im Hohen Fläming zählt zu den attraktiven Wettkämpfen für Judosportler, die sich auch einmal außerhalb unseres Bundeslandes mit anderen Sportlern messen möchten. Traditionell gehen hier sehr gut ausgebildete Judoka an den Start. Vereine wie Randori Berlin, JC Leipzig oder UJKC Potsdam genießen in der Judowelt ein hohes Ansehen. Das Niveau der Veranstaltung ist dementsprechend recht hoch. Insgesamt sieben Aktive des BSV Wanzleben traten am 23. März zu diesem Ausscheid an.

Am Morgen begannen die Wettkämpfe der Altersklasse U 15. Armin Hoffmeister bestritt in der Klasse bis 66 kg zunächst fünf Kämpfe, drei davon konnte er für sich entscheiden. Nach ausgeglichenem Punkteverhältnis mussten drei Sportler erneut antreten und um die Plätze zwei und drei kämpfen. Armin konnte sich hier in zwei von ihm stark geführten Begegnungen durchsetzen und stand am Ende auf Platz zwei. Nach insgesamt sieben Kämpfen – einer rekordverdächtigen Anzahl im Nachwuchs-Judo – ein hochverdienter Erfolg. Für Leonard Piliptsev lief es an diesem Tag nicht ganz so optimal. In der ersten Auseinandersetzung in seiner Klasse + 66 kg agierte er zu zunächst unkonzentriert. Ein Umstand, den sein Gegner gekonnt für sich ausnutzte, Leonard unterlag. Auch in der nachfolgenden Trostrunde musste der Wanzleber sich geschlagen geben. Sein Turnierverlauf zeigt wieder einmal, wie wichtig die ersten Sekunden im Wettkampf sind. Es ist aber auch gar nicht so einfach, hier immer gleich hellwach zu sein. Dies gelang Emil Kottler sehr gut. Konsequent und beharrlich setzte er die Vorgaben seiner Betreuer um und zog ins Finale bis 50 kg ein. Sein Tai otoshi (Körpersturz) gehörte zu den besonders sehenswerten Wurftechniken des Tages. Erst im Finale musste Emil sich geschlagen geben, war mit dem zweiten Platz bei der Siegerehrung aber hoch zufrieden.

Inzwischen hatten sich die Judoka der U 18 auf ihren Einsatz vorbereitet. Hier war es Ruben Döring, der für die BSV-Mannschaft den Anfang machte. In seinem Pool bis 66 kg waren fünf Sportler, die nach dem Modus "Jeder gegen jeden" die Platzierungen auszukämpfen hatten. Ruben, der erst seit Anfang dieses Jahres in der U 18 aktiv ist, hatte es mit sehr erfahrenen Kontrahenten zu tun und hatte am Ende viermal das Nachsehen gegen sie. Verständlich, dass Ruben damit nicht so ganz zufrieden war. Seine Betreuer sahen es etwas positiver, denn das erste Jahr in der U 18 ist für den Nachwuchs eines der schwierigsten im Wettkampfbetrieb. Dies durchlebt zurzeit auch Lisa Marie Ganß, die ein einem Vierer-Pool bis 70 kg antrat. Einen ihrer drei Kämpfe gewann Lisa durch einen technisch einwandfrei ausgeführten Armstreckhebel (Juji gatame). Sie durfte sich über den dritten Platz freuen.

Schließlich gab es auch noch einen Turniersieg für den Wanzleber Kuno Wolff. In seiner Klasse bis 73 kg gelang ihm nach zwei starken Kämpfen, in denen er sich auch gegen heftige Attacken im Boden gut verteidigen konnte, der Einzug ins Halbfinale. Mit einem spektakulär hoch angesetzten Uchi mata schickte er seinen Gegner auf die Matte. Im anschließenden Finale geriet Kuno zunächst in Rückstand, ließ sich aber dadurch genauso wenig aus dem Konzept bringen wie vom schwarzen Gürtel seines Kontrahenten. Konsequent brachte Kuno seinen Griff durch und punktete vor Ablauf der regulären Kampfzeit – erneut mit Uchi mata.

Im Männerbereich schloss Charlie Fricke für die Wanzleber den Tag ab. Nach längerer Wettkampfpause stellte er sich der Konkurrenz bis 73 kg. In den zwei Begegnungen fehlte ihm aber offensichtlich noch ein wenig Wettkampfpraxis. So konnte er an diesem Tag nicht sein bestes Judo zeigen und musste ohne Sieg die Heimreise antreten. Für die Betreuer des BSV ging der lange Tag mit einem positiven Fazit zu Ende. Wichtige Hinweise für die Entwicklungsmöglichkeiten der einzelnen Judoka konnten sie mitnehmen sowie die Freude darüber, dass der BSV wieder einmal mit einer starken Truppe angetreten war. Die nächsten Einsätze werden schon geplant.

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