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Robert Berger holt Medaille bei Mitteldeutschen Meisterschaften
Bericht von Martin Wolff; Fotos von Lara Kretzschmar
Wanzleben-Jena. - BSV Wanzleben schickt drei Judoka zum Gipfeltreffen nach Jena

Die besten Judoka Mitteldeutschlands in den Altersklassen u 18 und u 21 trafen am 16. Februar in Jena, um bei den Mitteldeutschen Meisterschaften um Medaillen zu kämpfen. Vom BSV Wanzleben reiste Trainer Roland Bernhardt mit Lisa Marie Ganß und Kuno Wolff (beide u 18) sowie Robert Berger (u 21) an. Diese drei hatten sich zwei Wochen zuvor durch Platzierungen bei den hiesigen Landesmeisterschaften für dieses Turnier qualifiziert.

Den Auftakt für die Wanzleber machte Lisa Marie Ganß in der Gewichtsklasse bis 70 kg, die im ersten Kampf eine solide Vorstellung zeigte. Nach Ablauf der regulären Kampfzeit von vier Minuten hatten beide Kontrahentinnen noch keine Wertung erzielt, deshalb ging es im Golden Score weiter, wobei die erste Wertung kampfentscheidend ist. Erst nach mehr als weiteren fünf Minuten kam Lisa, wie ihre Gegnerin von der Auseinandersetzung bereits stark erschöpft, ins Stolpern und musste sich so geschlagen geben. In der Trostrunde zeigte Lisa zunächst gutes Judo, geriet aber am Boden in eine Festhalte, die ihre Niederlage besiegeln sollte.Mit einem 7. Platz darf Lisa Marie Ganß stolz auf das Erreichte sein, denn dies war ihr erster Start in der Altersklasse u 18 bei einer Mitteldeutschen Meisterschaft und auch erfahreneren Gegnerinnen hat sie sich mit großem Einsatz gestellt.

Ein wenig mehr Erfahrung brachte Kuno Wolff mit nach Jena. Er kämpft bereits im zweiten Jahr in der u 18 und hatte sich für den Wettbewerb bis 73 kg qualifiziert. Den ersten Kampf verlor er gegen den späteren Turnier-Sieger Erwin Adam aus Rodewisch. Im zweiten Kampf gegen Yannik Parade trat Kuno sehr viel dominanter auf, konnte zunächst mit einer Kontertechnik punkten um kurz darauf den Kampf für sich zu entscheiden. Anschließend ließ Wolff dem Zwickauer Elias Gräßler keine Chance und stand später dem Thüringer Landesmeister Florian Fettke gegenüber. In dieser Begegnung hatte der Wanzleber das Nachsehen. Fettke gelang im dritten Versuch eine sehenswerte Wurftechnik, die Kuno schließlich das Turnier-Aus bescherte. Mit dem siebten Platz hat es zwar nicht für eine Medaille gereicht. Auf der Matte hat Trainer Bernhardt allerdings den Erfolg der Trainingsarbeit vergangener Monate erkennen können.

In der Altersklasse u 21 startete Robert Berger, Landesmeister in Sachsen-Anhalt in der offenen Gewichtsklasse + 100 kg, als einer von insgesamt sechs Teilnehmern. Nach weniger als zehn Sekunden entschied er die erste Begegnung durch eine spektakuläre Hüfttechnik für sich. Auch im zweiten Kampf demonstrierte Berger sehr gutes Judo und schickte seinen Gegner mit seiner Spezialtechnik Uchi Mata ganz konsequent auf die Matte. Der dritte Kampf verlief insgesamt etwas unglücklich für den Wanzleber, der zwei Wertungen gegen sich kassierte. Mit seiner zweiten Bronzemedaille in Folge bei Mitteldeutschen Meisterschaften löste Robert erneut eine Fahrkarte zu den Deutschen Meisterschaften in Frankfurt/Oder im März. Dieser Erfolg ist umso bemerkenswerter, als er in den vergangenen Monaten krankheitsbedingt nur sehr wenig trainieren konnte.

Der Wanzleber Trainer Roland Bernhardt zog eine positive Bilanz und resümierte: "Auch wenn wir mit drei Sportlern nur eine recht kleine Abordnung stellen konnten, haben wir wieder einmal gezeigt, dass Judoka aus unserem Verein auch in der Leistungsklasse mitmischen können." Immerhin freute sich der Trainer über Medaille Nr. 30 der von ihm betreuten Sportler bei Mitteldeutschen Meisterschaften innerhalb der vergangenen zehn Jahre.

Foto

Zu den Ergebnissen geht es hier und weitere Bilder mit Robert gibt es in der Galerie