Prüfungen beim BSV Wanzleben erfolgreich abgeschlossen.
Bericht von Martin Wolff
Wanzleben

„Wichtig ist nicht, besser zu sein als die anderen.
Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst.“ Jigoro Kano

Im Geiste seines Begründers Jigoro Kano war Judo schon zur Zeit seiner Entstehung mehr als ein Wettkampfsport. Vielmehr sollten Körper und Geist einen Zustand der Ausgeglichenheit anstreben. Die gründliche gedankliche Beschäftigung mit den verschiedenen Techniken gehört deswegen auch heute noch zum Judotraining. Dabei lernen die Übenden stets dazu, egal wie lange sie den Sport schon betreiben. Äußeres Zeichen für den persönlichen Fortschritt im Erlernen der klassischen Judotechniken ist die Farbe des Gürtels, die den jeweiligen Schüler-(Kyu-) oder Meister-(Dan-) Grad seines Trägers anzeigt. Wie facettenreich der Judosport ist, haben die Aktiven des BSV erst kürzlich bei Kyu-Prüfungen bewiesen. Unter den strengen Augen von Prüfer Roland Bernhardt (2. Dan) und Beisitzerin Kathrin Hahn (3. Kyu) zeigten mehr als 20 Aktive, was sie in den vergangenen Monaten gelernt und fleißig geübt hatten. Ging es bei den Jüngsten in der Prüfung für den 8. Kyu (weiß-gelber Gürtel) noch darum, grundlegende Wurf- und Bodentechniken zu demonstrieren, konnten die Zuschauer beim Programm für den 4. Kyu (orange-grüner Gürtel) bereits sinnvolle Verknüpfungen und Handlungsabläufe erkennen. Erstmals beim grünen Gürtel (3. Kyu) ist dann ein Teil der so genannten Kata (Formen) zu sehen. Hier geht es darum, genau festgelegte Bewegungsabläufe in größtmöglicher Perfektion auszuführen. Mit einer sehenswerten Vorführung verschiedener Techniken der Selbstverteidigung brachte Thore Skirlo die Anwesenden zum Staunen. Mit Trainer Mike Schrake (1. Dan) hatte Thore dieses anspruchsvolle Programm in seine Prüfung zum 3. Kyu eingebaut. Im Mittelpunkt der Prüfungen zum 2. Kyu (blauer Gürtel) standen dann unterschiedliche Würgetechniken, die von den Prüflingen recht anschaulich in möglichen Wettkampfsituationen vorgeführt wurden. Der Prüfungsreigen endete mit einer Prüfung zum letzten Schülergrad, dem 1. Kyu (Braungurt), an deren Ende eine attraktive Kata stand. Der frisch gebackene Träger des braunen Gürles kann sich demnächst mit den hohen Anforderungen für die erste Dan-Prüfung (schwarzer Gürtel) befassen.

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Bildunterschrift: Prüfer Roland Bernhardt wertet die Prüfung mit Teilnehmenden detailliert aus.

Für die Ausbildung und für die guten Bedingungen beim Training danken die geprüften Schüler ihren Senseis (Lehrern) sowie allen Trainern, Betreuern und Verantwortlichen im Verein ganz herzlich. Ein besonderes Dankeschön geht an die Prüfungskommission für ihre Geduld und für manch wertvollen Hinweis an die Geprüften. Auch denjenigen, die die Prüfungen als Uke (Übungspartner, Verteidiger) erst ermöglicht haben, sei gedankt. Immerhin dürfen nun 22 Judoka des BSV zum nächsten Training oder Wettkampf mit neuer Gürtelfarbe erscheinen. Sie tragen damit ein sichtbares Zeichen für ihre ganz persönlichen Fortschritte im Judo.

3. avacon Burgturnier
Bericht von Tristan Duchstein
Tangermünde/Wanzleben.
Am vergangenen Samstag begrüßten die Bördetiger 70 Judoka aus 4 Bundesländern zur 3. Auflage des avacon Burgturniers in Wanzleben. Die weiteste Anreise hatten dabei Sportfreude aus Ostfriesland.
Zu Beginn der Veranstaltung richteten der Bürgermeister der Stadt Wanzleben-Börde, Thomas Kluge, der Vertreter der avacon AG, Thomas Braumann, und der Vereinspräsident Günter Egli Grußworte an die Anwesenden. Danach nutzte der Verein das Traditionsturnier, um die beiden langjährigen Vereinsmitglieder Peter Grill und Roland Bernhardt mit der Ehrennadel des Judo-Verbandes Sachsen-Anhalt in Bronze für ihre jahrelange, verdienstvolle Vereinsarbeit auszuzeichnen.

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Bildunterschrift: Ehrennadel in Bronze für Peter Grill und Roland Bernhardt.

Krankheitsbedingt fanden nur 70 Kämpfer den Weg in die Börde und so entschieden sich viele Judoka für einen Doppelstart in der nächst höheren Altersklasse. Somit galt es, für die Technik mit ihrer neuen Wettkampfsoftware auf vier Matten 95 Kämpfe reibungslos durchzuführen. Wobei die Kämpfe live in der Halle und im Internet nachverfolgt werden konnten.
Die SG Friesen Naumburg war mit dem Ziel angereist, ihren Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. In vielen spannenden - und immer fairen - Kämpfen in den Altersklasse u15, u18 und u21 zeigten alle Kämpfer/ Kämpferinnen ihr ganzes Judokönnen, um in den Platzierungen weit nach vorn zu kommen.
Für die Bördetiger aus Wanzleben gingen die Judoka Paul Pieper, Ruben Döring, Kuno Wolff, Leonard Piliptsev und Armin Hoffmeister auf die Tatami (Wettkampfmatte). Hierbei trafen in der Altersklasse der unter 15-jährigen drei Wanzleber Judoka mit drei weiteren Sportlern in der Gewichtsklasse +66kg aufeinander. Hier konnten sich Paul, Armin und Leonard für die KO-Runde qualifizieren. Im Halbfinale setzte sich Leonard nach drei Minuten Kampfzeit gegen seinen Mannschaftskollegen Paul durch und zog ins Finale ein. Paul Pieper erkämpfte sich somit eine Bronzemedaille. Durch den Finaleinzug von Armin, der sein Halbfinale wiederum gegen einen Judoka aus Leipzig gewinnen konnte, kam es zu einem vereinsinternen Duell. Das Finale entschied Leonard mit einer kleinen Wertung in der Verlängerung für sich und verwies Armin damit auf den zweiten Platz.
In der Altersklasse u18 trafen fünf Judoka im Modus „Jeder gegen Jeden“ aufeinander. Kuno Wolff sicherte sich mit drei Siegen in der Gewichtsklasse bis 73kg die Silbermedaille. Ruben hatte an diesem Tag das Nachsehen und belegte in der Endabrechnung den 5. Platz. Für alle Kämpfer gilt es nun, die gewonnene Kampferfahrung zusammen mit den zukünftigen Trainingseinheiten zu nutzen, um sich weiter zu verbessern und auf den nächsten Turnieren wieder hochmotiviert anzugreifen. Eine erfolgreiche Titelverteidigung gelang der SG Friesen Naumburg vor dem SV 04 Rohrberg und den Drittplatzierten, SV Nienhagen und JC Halle. Die Bördetiger beendeten das Turnier mit Rang 8 in der Mannschaftswertung. Herzliche Glückwünsche allen Gewinnern und Gewinnerinnen und bis zum nächsten avacon Burgturnier in Wanzleben! Nicht zu vergessen sind an dieser Stelle alle Helfer (Mutti-Team, Technik, Tischbesetzung, Sanitäter und die vielen fleißigen Helfer zum Auf- und Abbau), ohne die es nicht möglich wäre, solche Turniere hochwertig, zügig und reibungslos durchzuführen. Vielen Dank!

BSV Wanzleben gewinnt 3x Gold beim Nikolausturnier in Merseburg.
Bericht von Jennifer Riediger
Wanzleben/Merseburg
Am 07. Dezember 2019 fand bereits zum 13. Mal das traditionelle Nikolausturnier in der Merseburger Rischmühlenhalle statt. Dieser Einladung folgten rund 360 Judoka aus Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Tschechien. 11 Kämpfer des BSV Wanzleben machten sich auf den Weg in die Merseburger Rischmühlenhalle, um an diesem Traditionsturnier teilzunehmen.

In der gemischten Altersklasse U7 kämpfte Mia Sophie Conrad und setzte sich mit gekonnten Hüftwürfen gegen 2 Jungs ihrer Gewichtsklasse vorzeitig durch. Den dritten Kampf musste Mia bis zum Ende hart kämpfen, sie hat sich dabei tapfer geschlagen. Am Ende wurde mit Hantai (Kampfrichterentscheidung) gegen Mia entschieden, trotzdem bekam sie den ersten Platz, da ihr Gegner schon gegen einen ihrer ersten Gegner verloren hatte. Super Leistung für ihr gerade mal 3. Turnier.

In der Altersklasse U9 hatte der BSV 5 Kämpfer am Start. Mit frisch bestandener Kyu Prüfung und einem nun weiß-gelben Gürtel kämpfte Matti Latz in seiner Gewichtsklasse bis 21,6 kg gegen 3 Gegner. Gegen 2 von ihnen konnte er sich mit ausgezeichneten Hüfttechniken durchsetzen und sicherte sich einen starken 2. Platz. Henri Lierse kämpfte in der Gewichtsklasse bis 24,6 kg gegen 3 Judoka und hatte es mit keinen leichten Gegnern zu tun. Er bezwang den ersten Gegner mit einem tollen Beinwurf, gegen die anderen 2 konnte Henri ganz gut gegen halten, musste sich aber am Ende doch geschlagen geben. In der Gewichtsklasse bis 26,8 kg kämpfte Arne Riediger gegen 3 Judoka und zeigte konsequent sehr gute Leistungen auf der Matte. Einen Gegner bezwang er innerhalb von Sekunden mit einem spektakulärem (Tomoe nage) Opferwurf. Ein verdienter 1. Platz für Arne. Felix Scheer hatte es in seiner Gewichtsklasse mit 2 starken Gegnern zu tun. Souverän kämpfte er sich sowohl im Stand als auch auf dem Boden durch das Turnier und konnte damit die Silbermedaille sein eigen nennen. Thore Wieblitz zeigte schöne Ansätze, jedoch wurden mit jedem Kampf die Gegner stärker. Das Aufbautraining über den Winter wird jetzt genutzt, um im Frühjahr wieder durchzustarten. 3. Platz für Thore.

Mit Gold und der Auszeichnung beste Technikerin, kämpfte sich Maya Müller sauber und technisch einwandfrei durch alle Herausforderungen, im Stand wie auch am Boden. Auch im entscheidenen Kampf war sie diejenige, die jeden Angriff führte. Demnach ist ihre Auszeichnung verdient. Moritz Scheer dominierte seine Gegner streckenweise. Er hatte 5 Gegner und gewann 4 Kämpfe überlegen. In seinem 5. und letzten Kampf gab er in den letzten 5 Sekunden durch eine Unachtsamkeit, leider die Goldmedaille ab und stand somit auf einem sehr guten 2. Platz. Eine beachtliche Leistung von Moritz bei der Anzahl an Gegnern.

In der U13 kämpften die Schwestern Marie und Leonie Latz um die Bronzemedaillen, neben ihren erklärten Lieblingstechniken probierten sie auch ein paar neue Würfe. Sie kämpften gegen internationale Gegnerinnen aus der Tschechei. Trotz der Kämpfe und viel Siegeswillen verloren Sie die Kämpfe haarscharf.

Paul Pieper hatte in der Altersklasse U15, Gewichtsklasse 66+ kg harte Nüsse zu knacken. Wobei zu bemerken ist, dass er gesundheitlich angeschlagen war und er nicht 100% seiner gewohnten starken Leistung abrufen konnte, gewann er den ersten Kampf souverän. Auch in die weiteren Kämpfe fand er sich schnell hinein und konnte seine Techniken konsequent einsetzen, jedoch unterlag Paul durch Unachtsamkeit seinen beiden Gegnern.

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links; Arne Riediger; Mitte: Maya Müller; rechts: Mia Conrad; Foto: Jennifer Riediger

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Trainerweiterbildung- Bördetiger in Tangermünmde
Bericht von Kathrin Hahn/Jennifer Riediger
Tangermünde/Wanzleben.
Das Wochenende vom 26.10 und 27.10.2019 stand für die Trainer, Betreuer, Jugendteam sowie interessierten Bördetigern ganz unter dem Motto „Weiterbildung- denn Stillstand ist der Tod“. Diese Weiterbildung erfolgt alle 2 Jahre und dient den lizensierten Trainern als Lizensverlängerung. Alle Teilnehmer nehmen viele neue Anregungen für sich selbst und ihre Tätigkeit als Trainer auf den Matten mit. Die 13 erfahrenen Bördetiger sammelten in Tangermünde neue Erfahrungen in punkto Methodik, sprich "…wie bringe ich Kindern Judotechniken altersgerecht bei".
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Es war gut zu erkennen, dass auch den großen Bördertigern das spielerische Vermitteln von Judogrundlagen und Techniken, viel Spaß bereitet. Bei der Selbsterfahrung war jeder sehr ehrgeizig, die gestellten Aufgaben bestmöglich auszuführen. So war auch der eine oder andere "Lacher" vorprogrammiert. Alle Bördetiger sind gestärkt und mit bestem Wissen als Handwerkszeug nach Hause gefahren, um ihr erlerntes in den Unterrichtseinheiten anzuwenden.

Weitere Fotos von der Weiterbildung gibt es in unserer Galerie.