Wandertag plus Tiger
Halle/Wanzleben.

Es ist eine lang gehegte und gut gepflegte Tradition, dass die großen und kleinen Tiger des BSV Wanzlebens am 3. Oktober zum Wandertag aufrufen. Dieses Jahr sollte es anlässlich des 20-jährigen Bestehens mal wieder ein bisschen weiter weggehen - und letzendlich fiel die Wahl auf den Bergzoo Halle. Anmeldelisten wurden ausgehängt, ein Bus gechartert und am Mittwoch ging es dann im Bus mit gut 40 Wanderlustigen pünktlich vom Parkplatz in Wanzleben los.

Nachdem die erste Herausforderung (Gruppenfoto) und die zweite Herausforderung (Zählen der Teilnehmer für die Eintrittskarten) gemeistert waren, ging es weiter in den Zoo. Aber halt: hier gabs die dritte und letzte Herausforderung: diesmal für die kleinen Bördetiger. Das Jugendteam hatte Fragen vorbereitet und nur mit einer richtigen Antwort ging es Treppenstufe für Treppenstufe die Treppe nach oben. Endlich gings danach an die Erforschung des Zoos. Zur Mittagspause traf sich die etwas auseinander getriftete Gruppe wieder zum - vom Verein gesponserten - Eis. Nicht verabredet war dann das Treffen bei den Tigern zur Fütterungszeit - aber wie sollte es auch anders sein: Namen verpflichtet.

Fazit: Schön wars!

Foto

Foto

Foto

Drei Starter - drei Medaillen
Zerbst/Wanzleben.

Fünf Wettkämpfer waren zum wichtigsten Wettkampf des Jahres in der Altersklasse u11 - den Landeseinzelmeisterschaften in Zerbst - gemeldet. Starten konnten leider nur drei, da zwei Judokas krankheitsbedingt kurzfristig absagen mussten. Aber diese drei Starter holten für den BSV Wanzleben einen kompletten Medaillensatz.

Alle drei Judokas stellten sich voller Elan der Herausforderung. Johanna Döppner konnte sich zwar gegen zwei stärkere Gegnerinnen nicht durchsetzen, erkämpfte sich aber dennoch Platz 3. Eine tolle Leistung zeigte Leonie Latz, die noch nicht auf viel Wettkampferfahrung zurückgreifen kann. Sie gewann zwei ihrer drei Kämpfe, wurde damit verdient Vizelandesmeisterin und durfte sich die silberne Medaille umhängen.

Als einziger Junge startete Moritz Scheer für die Bördetiger und verlor gleich den ersten Kampf durch eine Kontertechnik seines Gegners. Die beiden weiteren Kämpfe konnte er aber für sich entscheiden und so kam es zum Punktegleichstand zwischen Moritz und seinem ersten Gegner - und damit zu einem weiteren Kampf: dem Entscheidungskampf um Platz 1. Moritz hatte sich in der Wettkampfvorbereitung keine Gelegenheit zum Training entgehen lassen - und das machte sich nun bezahlt. Den entscheidenden Kampf gewann Moritz gegen den um ein Jahr älteren Gegner aus Magdeburg und damit war für ihn die Goldmedaille und der Titel des Landesmeisters gesichert.

Am Ende des Tages waren die mitreisenden Betreuer mit ihren Schützlingen mehr als zufrieden, denn alle drei Starter haben bei dieser Landesmeisterschaft tolle Leistungen gezeigt und natürlich auch wieder wertvolle Wettkampferfahrung gesammelt.

Foto

Die Ergebnisse hier nochmal im Überblick

Judo: Bundessichtung U 17 in Halle
Bericht von Martin Wolff
Halle/Wanzleben.

Am 29. September fand mit dem 6. Saalepokal ein hochkarätiges Judoturnier in Halle statt. Als Sichtungswettbewerb für die Männer U17 ausgetragen, bot dieser Wettkampf dem Judonachwuchs dieser Altersklasse bundesweit eine tolle Bühne. Der ausrichtende Judoclub Halle freute sich über 250 Starter aus dem gesamten Bundesgebiet. Auch beim U18-Bundestrainer Bruno Tsafack wollten sich die jungen Männer für noch größere Turniere empfehlen. Vom BSV Wanzleben hatte sich Kuno Wolff, der erst im Sommer in die 73-kg-Klasse gewechselt war, angemeldet. Ihm ging es darum, seinen eigenen Leistungsstand festzustellen und Schwerpunkte für das Training der kommenden Monate abzuleiten. So versucht er als Breitensportler mit den Kader-Athleten aus verschiedenen Sportschulen mitzuhalten.

Im ersten Kampf gegen den Hamburger und Norddeutschen Meister Daniel Schweizer griff Kuno gleich zu Beginn beherzt an. Eine Wertung konnte er dabei ebenso wenig erzielen wie Schweizer, der ebenfalls versuchte, zum Wurf zu kommen. Erst am Boden zeigte der Hamburger sein technisches Können und gewann nach Festhalte mit großer Wertung (Ippon). Die Gewichtsklasse bis 73 kg war an diesem Tag mit 32 Judoka besetzt und wurde im KO-System mit doppelter Trostrunde ausgetragen. Schweizer, in diesem Jahr Fünfter bei den Deutschen Meisterschaften, siegte später auch im Viertelfinale und bescherte Kuno dadurch einen weiteren Einsatz in der Trostrunde. Hier stand Wolff nun dem Landesmeister aus Schleswig-Holstein, Felix Preißinger aus Lübeck, gegenüber. Dieser erzielte zwar keine Wertung gegen den Wanzleber, zwang ihm aber seinen sehr dominanten Kampfstil auf und drängte ihn auf diese Weise zu mehreren unerlaubten Handlungen, die jeweils mit Shido (Bestrafung) geahndet wurden. So verlor Kuno Wolff sein Konzept und diesen Kampf, wodurch das Turnier für ihn beendet war.

Mit seiner Leistung waren am Ende weder der Landestrainer noch er selbst so richtig zufrieden. Eine wertvolle Erfahrung war der Turniertag dennoch. So resümierte Kuno am Ende: "Aus den verlorenen Kämpfen nehme ich Anregungen für das Training mit."

Foto

Foto

Power Boys Camp in Köln
Erfahrungsbericht von Kuno Wolff
Köln/Wanzleben.

In Köln hat vom 8. bis 11. Oktober das erste Power Boys Camp des DJB stattgefunden. Ich habe an diesem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Camp teilgenommmen. Untergebracht waren wir im Gästehaus der Deutschen Sporthochschule Köln, im angrenzenden Judo-Leistungszentrum fanden auch die Trainingseinheiten statt. Hier traf man fast täglich auf bekannte Sportler wie Karl-Richard Frey, Nieke Nordmeyer, Laura Vargas Koch oder Jasmin Külbs. Auf dem Programm standen neben Frühsport auch erlebnispädagogischer Unterricht und ein Training mit dem frisch gebackenen Junioren-Europameister Falk Petersilka. Am Abend des zweiten Tages fand ein Landesrandori des NWJV statt, am dritten Tag ein Training mit Andreas Tölzer, dem Olympiadritten von London 2012 und heutigen Landestrainer Nordrhein-Westfalens. Außerdem war für uns eine Stadtrallye durch Köln organisiert worden.

Mir hat das Camp sehr gut gefallen. Neben dem Kontakt zu Judoka aus anderen Bundesländern wurden uns interessante Techniken vermittelt, die ich für mich weiter festigen möchte.

Foto
Nach dem Training mit Falk Petersilka